Innere Ausrichtung entsteht nicht durch Nachdenken allein, sondern durch Ehrlichkeit, Bewusstsein und den Mut, Verantwortung zu übernehmen. Denn erst wenn wir bereit sind hinzusehen und zwar ohne Ausweichbewegungen, kann sich etwas wirklich verändern.
Diese sieben Schritte sind kein starres Konzept, sondern eine lebendige Orientierung, die dir hilft, wieder in Einklang mit dir selbst zu kommen und aus diesem Einklang heraus zu handeln. Während viele nach äußeren Lösungen suchen, zeigt sich innere Ausrichtung genau dort, wo Wahrheit, Verantwortung und Handlung zusammenkommen.
1. Radikale Ehrlichkeit – die Entscheidung, wirklich hinzusehen
Innere Ausrichtung beginnt mit einer Entscheidung:
Nichts mehr schönzureden. Nichts mehr zu verdrängen.
Radikale Ehrlichkeit bedeutet, dir selbst unverblümt zu begegnen:
– Was fühlt sich nicht stimmig an?
– Wo lebst du gegen dich?
– Wo hältst du an etwas fest, obwohl du innerlich längst weiter bist?
Nicht, um dich zu verurteilen – sondern um Wahrheit freizulegen.
Denn nur das, was ehrlich gesehen wird, kann sich verändern.
2. Bestandsaufnahme – dein Leben bewusst betrachten
Jetzt wird es konkret.
Nimm dir Zeit und schaue dir deine wichtigsten Lebensbereiche an, zum Beispiel:
- Beziehungen
- Beruf / Berufung
- Gesundheit & Körper
- Finanzen & Sicherheit
- Selbstbild & innere Haltung
- Spiritualität / Sinn
Stelle dir bei jedem Bereich ehrlich die Frage:
Fühlt sich das lebendig, stimmig und nährend an – oder eher schwer, leer oder angespannt?
3. Die kritischsten 1–2 Bereiche wählen
Du musst nicht alles auf einmal verändern.
Im Gegenteil: Das überfordert und hält dich in Bewegung ohne Richtung.
Wähle ein oder zwei Bereiche, die aktuell den größten inneren Druck erzeugen.
Denn oft sind es genau diese Bereiche, die am meisten Energie binden – und gleichzeitig das größte Wachstumspotenzial tragen.
Ausrichtung beginnt dort, wo du den Mut hast, den Kern anzuschauen.
4. Radikale Verantwortung übernehmen
Das ist einer der wichtigsten Schritte überhaupt.
Radikale Verantwortung heißt:
Du erkennst dich als Schöpfer oder Co-Schöpfer deiner aktuellen Situation.
Nicht aus Schuld – sondern aus Macht.
Du ziehst alle Projektionen zurück.
Du hörst auf, anderen, den Umständen oder der Vergangenheit die Verantwortung zuzuschieben.
Nicht, weil sie „unschuldig“ wären –
sondern weil deine Energie nur dort wirkt, wo du Verantwortung übernimmst.
Das ist super kraftvoll, denn hier kehrt deine Gestaltungskraft zurück.
5. Ausrichtung auf dein höheres Selbst
Jetzt öffnest du einen neuen Raum.
Richte dich bewusst auf den Anteil in dir aus, der weiter sieht als dein konditionierter Verstand.
Dein höheres Selbst.
Deine innere Wahrheit.
Der Teil in dir, der nicht aus Angst entscheidet, sondern aus Klarheit.
Das kann ganz schlicht geschehen, z. B. mit einer inneren Ausrichtung wie:
Ich erlaube meinem höchsten Selbst, mich jetzt zu führen.
Es sind keine aufwendigen eine Rituale nötig, sondern nur deine Präsenz und Offenheit.
6. Impulse empfangen – Raum für Antworten schaffen
Antworten entstehen nicht im Denken.
Sie entstehen in der Stille und im Körper.
Öffne Räume, in denen Impulse fließen können, zum Beispiel durch:
- Meditation oder Atemarbeit
- freies Schreiben
- Tanzen oder bewusste Bewegung
- Zeit in der Natur
- kreativen Ausdruck
Höre nicht auf die lauteste Stimme – sondern auf die leiseste.
Denn sie ist oft die Klarste.
7. Die nächsten Schritte aufschreiben – und umsetzen
Ausrichtung bleibt Theorie, wenn sie nicht gelebt wird.
Schreibe dir konkret auf:
– Was ist mein nächster stimmiger Schritt?
– Was darf ich beginnen, beenden oder verändern?
Und dann: Umsetzen.
Nicht perfekt. Nicht vollständig. Sondern ehrlich und in Bewegung.
Jeder umgesetzte Schritt vertieft deine Ausrichtung.
Zum Abschluss
Innere Ausrichtung ist kein einmaliger Moment, sondern ein Prozess, der sich immer wieder neu entfaltet. Denn jedes Mal, wenn du ehrlicher wirst, Verantwortung übernimmst und entsprechend handelst, justiert sich deine innere Ordnung neu.
Und je öfter du diesen Weg gehst, desto klarer wird deine Energie, wodurch Entscheidungen leichter fallen und innere Sicherheit wächst. Aus dieser Klarheit entsteht Fokus, und aus Fokus entsteht Bewegung, sodass dein Leben sich Schritt für Schritt stimmiger anfühlt.
Wenn du dir auf diesem Weg Begleitung wünschst oder spürst, dass du Unterstützung brauchst, dann findest du auf meiner Seite die aktuellen Möglichkeiten, wie ich dich in deiner inneren Ausrichtung begleite und dabei unterstütze, diese nicht nur zu erkennen, sondern auch nachhaltig zu leben.
Herzensgrüße, Julia
