Das Gehirn schwingt

Unser Gehirn schwingt permanent in fünf verschiedenen Gehirnwellenfrequenzen: Alpha, Beta, Theta, Delta und Gamma. Unser Bewusstseinszustand und die Frequenz unserer Gehirnwellen beeinflussen sich gegenseitig.

Das Bewusstsein

Das Wesen des Bewusstseins mit einfachen Worten zu definieren, erscheint mir an dieser Stelle kaum möglich. Letztendlich geht es um die Erfahrung, die jeder Einzelne für sich macht. Dennoch kann die Unterteilung und Unterscheidung verschiedener Aspekte des Bewusstseins zum besseren Verständnis sinnvoll sein.

Tagesbewusstsein Das normale Tagesbewusstsein, in dem wir uns häufig im Wachzustand befinden, wird geprägt durch unsere Konditionierungen und zeigt sich in unseren Verhaltensweisen, Glaubenssätzen, Überzeugungen, Gedanken und dem, was klassischerweise als Ego bezeichnet wird.

Das individuelle Unbewusste umfasst all das, was wir in unserem Leben erlebt, gehört, gesehen, gefühlt bzw. erfahren haben und das uns nicht mehr bewusst ist. Darüber hinaus umfasst es all das, was wir wahrgenommen haben, ohne dass es uns bewusst geworden ist. So fallen auch pränatale, also vorgeburtliche Erlebnisse, Past-Life-Erfahrungen, sowie Zellerinnerungen in diesen Formenkreis.

Das kollektive Unbewusste enthält unter anderem archetypische Bilder und Symbole die,  unabhängig von Herkunft und Prägung des Individuums, gleichermaßen verstanden werden.

Das Unbewusste zeigt sich in Form von Intuition, Gefühlen, Bildern und Kreativität. Es behinhaltet den Wunsch zur Selbstentfaltung und Realisierung.

Die Gehirnwellen

Beta-Wellen

Der Beta-Zustand ist das normale Tagesbewußtsein. In diesem Zustand ist die Gehirnfrequenz ca. 15-30 Hertz; die beiden Gehrinhälften sind in diesem Zustand üblicherweise nicht synchronisiert. Beide Gehirnhälften produzieren verschiedene Gehirnwellenmuster. Das ist normal. Jedoch treten bei stärkerer Asynchronität oft Störungen wie Depressionen oder chronische Frustrationen auf. Durch die Synchronisierung der beiden Gehirnhälften können diese Beschwerden gemindert werden. Außerdem führen synchrone Gehirnhälften auch zu besserem Denkvermögen.

Die rechte Seite des Gehirns ist für emotionale, intuitive und kreative Prozesse verantwortlich, wohingegen die linke Seite eher logisch, rational und analytisch „denkt“. Der Beta-Zustand weist sehr schnelle Frequenzen auf und  kann Elemente der Angst, Spannung, gedanklichen Unruhe oder zumindest ein Element des Übereifers beinhalten. Er kann mit dem Wachzustand eines „normalen“ Mitteleuropäers verglichen werden.

Alpha-Wellen

Wir können uns allerdings auch im Wachbewusstsein befinden und dabei Alpha-Wellen produzieren. Dieser Alpha-Zustand ist der erste Entspannungszustand und setzt ein, wenn wir passiv und entspannt sind und dabei ein wohliges Gefühl haben. Dies kann sowohl bei einem Spaziergang in der Natur, als auch bei einem gemütlichen Abend zu Hause der Fall sein. Oft kann er auch bereits durch einfaches Schließen der Augen erreicht werden. Der Frequenzbereich der Alphawellen bewegt sich von 8-13 Hertz (Vergleich Beta = 14-30Hz). In diesem Zustand tritt eine gut meßbare Synchronisation beider Gehirnhälften auf. Er ist verbunden mit Kreativität, Einfallsreichtum und eignet sich, um Daten und Fakten zu lernen.

Für mich ist das Unbewusste eine Quelle von Ressourcen und schlummerndem Potential, das nur darauf wartet entdeckt und entfaltet zu werden.

Theta- und Deltawellen

Um uns von dem normalen Tagesbewusstsein in die tieferen Ebenen des Unbewussten zu bewegen, brauchen wir eine noch langsamere Form von Gehirnwellen, als die bisher besprochenen Alpha- & Beta-Wellen. Wir brauchen einen Zustand, der allgemein als Trance bezeichnet wird. Trance ist ein entspannter und fokussierter Bewusstseinszustand, indem z.B. positive Suggestionen und Veränderungen weit kraftvoller wirken als in dem Zustand des Alltagsbewusstseins.

Der Theta-Zustand ist ein tieferer Entspannungszustand als Alpha, aber es ist kein Tiefschlafzustand, sondern eher eine Trance; und kann unter Anderem in der Hypnose erreicht werden. Bei Kindern wird bis zum 10. (oft auch bis zum 12.) Lebensjahr ein hoher Daueranteil an Theta-Wellen gemessen. Im Theta-Zustand ist auch die REM-Phase (Träume). Die Gehirnfrequenz dabei ist ca. 4-8 Hertz.

Wenn wir beispielsweise tief in Meditation sind, oder in einem hypnotischen Zustand, so geht dies in der Regel einher mit Theta-Wellen. Der Delta-Zustand ist ein tiefer Entspannungszustand und wird normalerweise im Tiefschlaf erreicht. Die Gehirnfrequenz dabei ist ca.  0,5 – 4 Hertz. Während uns die Inhalte im Delta-Wellenbereich nicht bewusst sind, ist der Zustand im Thetawellenbereich ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Nun treten häufig unbewusste Anteile ins Bewusstsein und wir sind besonders empfänglich für von uns Selbst akzeptierte Veränderungen.

Die Arbeit im Theta-Wellenbereich ist sowohl für therapeutische Zwecke, als auch im Coaching überaus dienlich und wird in verschiedenen Formen angewandt.

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